Gut gekämpft und doch verloren

TSV-Volleyballerinnen unterliegen in Bad Griesbach – Herren mit zwei weiteren Erfolgen

 

„Gut gekämpft und doch verloren“ – auf diesen Nenner kann aus TSV-Sicht das Gastspiel der Landesligavolleyballerinnen beim Bezirksrivalen  in Bad  Griesbach gebracht werden. Das klare 0:3 kann jedenfalls nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Waldkirchenerinnen in allen drei gespielten Sätzen erst nach hartem Kampf geschlagen gaben.

Sowohl die Gastgeberinnen wie auch die TSV-Damen waren am Samstag auf Wiedergutmachung aus, hatten doch beide am Spieltag zuvor jeweils in Heimstetten verloren, wobei die Waldlerinnen jedoch die bessere Figur gemacht hatten und wesentlich enger dran waren. Doch Waldkirchens Volleyballerinnen konnten ihr Vorhaben nicht umsetzen. Ein unsicherer Block und Unstimmigkeiten in der Annahme waren Gründe für die Niederlage. Trotz großem Kampf gingen die ersten beiden Sätze jeweils mit 22:25 an den TSV Bad Griesbach. Nach anfänglicher Führung im zweiten Satz mit einem Vorsprung von vier Punkten ließen die TSV-Damen durch unkonzentriertes Spiel den Gegner wieder  rankommen und ausgleichen. Am Ende musste der Satz abgegeben werden.

Dass die Gäste trotz des 0:2-Satzrückstandes aber nicht aufsteckten, zeigte sich im dritten Durchgang. Es bahnte sich ein spannendes Duell an, in dem die Wende möglich zu sein schien. In einer Art Kopf-an-Kopf-Rennen lagen die Waldkirchnerinnen immer wieder in Führung. Zug um Zug konnten sie den Vorsprung sogar ausbauen. Doch dann drehte Griesbach noch einmal auf und glich zum 23:23 aus. Dennoch hatte Waldkirchen Satzball, der allerdings nicht verwandelt werden konnte. Die Gastgeberinnen zeigten sich willensstark, kämpften um jeden Punkt, glichen zum 24:24 aus und entschieden diesen Durchgang mit 26:24 und so das Bezirksderby mit 3:0 für sich.

PNP_29-01-2014Beim Stand von 24:23 haben Waldkirchens Volleyballerinnen in Bad Griesbach diesen Satzball vergeben. Am Ende stand es aus TSV-Sicht 24:26 und 0:3.

Auch das nächste Spiel bestreiten die TSV-Damen – inzwischen nur noch auf Rang 7 – am 8. Februar auswärts. Gastgeberinnen werden die Wilden Wespen Steinach sein, die mit ihnen in Bad Griesbach gastierten und ebenfalls 0:3 verloren. Dass man also die gegnerischen Stärken und gegebenenfalls Schwächen ausloten konnte, muss nichts besagen, schließlich hatte man zuletzt in Heimstetten schon Gelegenheit, die Bad Griesbacherinnen zu studieren – mit offenkundig mäßigem Erfolg!

Besser machten es erwartungsgemäß die TSV-Herren. Der verlustpunktfreie Spitzenreiter der Bezirksliga demonstrierte einmal mehr seine Klasse, bot dazu auch den nötigen Kampfgeist auf und holte sich beim Spieltag in Schönberg mit dem 3:0 gegen die Gastgeber und einem 3:1 gegen Rottenburg zwei weitere Siege. Trainer Gonzo Penzenstadler konnte fast mit der kompletten Mannschaft anreisen; lediglich Max Pongratz hatte studienbedingt passen müssen. Gerade einmal 50 Minuten benötigten  die  Waldkirchener zum klaren Sieg im Derby gegen Landkreisrivale Schönberg. Beim überzeugend herausgespielten 25:11, 25:16 und 25:15 kam vor allem die sehr gute Blockarbeit zum Tragen. Und auch gegen Rottenburg war zumindest der erste Satz (25:8!) eine Sache von nur einigen Minuten. Danach ließen die TSV-Herren etwas nach, so dass der Gegner besser ins Spiel kam. Waldkirchener Schwächen in Annahme, Zuspiel und Abwehr führten zum 23:25 und damit zum Satzausgleich.

Auch der dritte Satz dieser insgesamt durchaus emotional geführten Begegnung verlief spannend. Allerdings knüpften die Wolfsteiner nach und nach wieder an die im ersten Spiel gezeigte Leistung an und entschieden diesen Durchgang noch mit 25:21 für sich. Im vierten Satz setzte sich die mentale Stärke und Klasse der TSV-Herren durch. Vor allem übten sie wieder mehr Druck auf den Gegner aus und sicherten sich mit einem jetzt doch ungefährdeten 25:15 Satz und Match.

Waldkirchens Volleyballer haben ihr Punktekonto damit auf 42 (aus 14 Partien) aufgestockt, haben folglich weiter eine weiße Weste. Der Vorsprung vor den Verfolgern Niederviehbach und Saldenburg, die beide allerdings erst zehn Spiele bestritten haben, beträgt stattliche 16 bzw. 21 Zähler. Damit sind die TSVler so etwas wie der „FC Bayern München“ der Volleyball-Bezirksliga, stehen doch auch sie dicht vor dem vorzeitigen Titelgewinn. Und der (und der damit verbundene Wiederaufstieg in die Landesliga) könnte so gut wie perfekt gemacht werden, wenn beim Heimspieltag am 8. Februar die beiden Schlusslichter Altdorf und Griesbach bezwungen werden, wovon mit Sicherheit nicht nur im Waldkirchener Lager ausgegangen wird. −  jp

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